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  • Der Doberg ist nun nationales Geotop

      Mit dem Doberg verfügt die Stadt Bünde über eine der umfangreichsten Fossilienlagerstätten aus der Zeit des Oligozän...

 
 

Der Doberg ist nun nationales Geotop

 

Mit dem Doberg verfügt die Stadt Bünde über eine der umfangreichsten Fossilienlagerstätten aus der Zeit des Oligozän nördlich der AlpeDoberg2n. Er besteht aus den Sedimenten des OligozänMeeres und gibt Auskunft über die Meeresfauna der damaligen Zeit. Nirgendwo sonst auf der Welt sind nach heutiger Kenntnis die Schichtenfolgen des Oligozän so vollständig und gut erhalten geblieben wie hier. Daher gilt die Lagerstätte als Stratotyp für die Epoche des Oligozän (Wikipedia). Oligozän – das heißt: vor etwa 23 bis 33 Millionen Jahren. „Die Dinosaurier waren da schon längst ausgestorben", so Geologe Michael Strauß. Darum finde man im Doberg auch keine Saurierknochen, sondern eher die Überreste von Säugetieren. Seit dem 18. Jahrhundert wurde im Doberg Mergel zum Düngen der Felder abgebaut. Bedeutende Fossilienfunde in den Jahren 1911/12 änderten dies. Es wurde das Skelett einer Seekuh entdeckt und der Schädel eines Urwals. Die Exponate sind im Dobergmuseum in Bünde ausgestellt. Ebenfalls zu sehen ist hier die Dauerausstellung „Expedition Doberg“. Bis in die 1960er Jahre gab es im Doberg noch eine Freilichtbühne, die sich mit viel Fantasie heute noch erkennen lässt . Einen „Ritterschlag“, so wie es die hiesige Presse formulierte, erhielt der Doberg als er 2017 vom Geologischen Dienst NRW in Krefeld für die Liste der nationalen Geotope vorgeschlagen wurde. Ebenfalls 2017 stellte der Kreis Herford ein neues Pflege- und Entwicklungskonzept (Mako) für den Doberg vor. Ziel des Konzeptes ist es, Fauna und Flora sowie das Bodendenkmal und Geotop für Besucher und Wissenschaftler zu erhalten. Im September organisiert der Paläontologischer Arbeitskreis hierzu einen Tag des Geotops.

Der Doberg, einerseits ein schützenswertes Geotop, andererseits ein Naherholungsgebiet, das gern und intensiv von den Bündern besucht wird mit allen daraus resultierenden Folgen. Damit es aber auch weiterhin ein attraktives Naherholungsgebiet bleibt, engagiert sich die SPD seit
Jahrzehnten mit einer jährlichen Müllsammelaktion.  Hier helfen Interessierte den Müll einzusammeln und werden dann anschließend mit Grillwürstchen und Getränken für ihren Einsatz belohnt. Aber nicht nur bei der jährlichen Müllsammelaktion engagiert sich der SPD-Ortsverein BündeSüd, hier insbesondere Magdalena Monka, für den Doberg. Übers ganze Jahr werden Müllablagestellen aufgespürt und für deren Räumung gesorgt. Mit viel Engagement ist es Magdalena Monka gelungen, dass der Kreis den Parkplatz an der Hiddenhausener Straße mit Pollern abgetrennt hat, so dass der Bereich nicht mehr als Restmülldeponie missbraucht werden kann. Die Müllablagerung ist durch diese Maßnahme deutlich reduziert. Der SPD-Ortsverein Bünde-Süd wird sich weiterhin intensiv für dieses bedeutende Bodenkenmal einsetzen.

 

Der Doberg ist nun in die Liste der nationalen Geotope aufgenommen worden. Wenn man bedenkt, dass es bundesweit derzeit nur 77 Geotope von nationalem Rang gibt, ist das schon ein echter Ritterschlag.